DPI steht für „dots per inch“, also Punkte pro Zoll: Der Wert gibt an, wie viele Punkte ein Drucker auf einer Strecke von einem Zoll (2,54 cm) setzt oder ein Scanner erfasst. Je höher der DPI-Wert, desto feiner die Details. Als Richtwert für Fotos und Drucksachen gelten 300 dpi in der gewünschten Druckgröße.
Was bedeutet DPI?
DPI ist die Abkürzung für „dots per inch“, auf Deutsch Punkte pro Zoll. Ein Zoll (englisch inch) misst 2,54 cm. 300 dpi bedeuten also rund 118 Punkte pro Zentimeter. Canon erklärt Auflösung so: Bilddaten bestehen aus Punkten mit Informationen zu Helligkeit und Farbe. Die Dichte dieser Punkte heißt Auflösung – je höher sie ist, desto mehr Details enthält das Bild.
Der Begriff begegnet Ihnen an drei Stellen:
- Drucker: Im Datenblatt beschreibt die Druckauflösung in dpi, wie fein das Gerät Tinte oder Toner aufbringt.
- Scanner: Die Scanauflösung legt fest, wie fein eine Vorlage abgetastet wird. Canon gibt sie in dpi an, HP in ppi.
- Bilddateien: Hier geht es darum, wie viele Pixel auf einen Zoll der späteren Druckgröße kommen. Genau genommen ist das ppi, im Alltag ist aber oft von dpi die Rede.
Was ist der Unterschied zwischen DPI und PPI?
PPI steht für „pixels per inch“, also Pixel pro Zoll. Der Wert beschreibt digitale Bilder und Bildschirme. DPI beschreibt dagegen die Punkte, die ein Drucker aufs Papier bringt. HP schreibt dazu im Handbuch des HP Color LaserJet Pro MFP M479, dass Bildpunkte pro Zoll beim Scannen (ppi) nicht mit Punkten pro Zoll (dpi) verwechselt werden dürfen.
Für die Praxis heißt das: Die ppi Ihres Bildes bestimmen, wie viele Bildinformationen in der Druckgröße stecken. Die dpi des Druckers bestimmen, wie fein er diese Informationen wiedergibt. Ein Drucker mit hoher dpi-Zahl macht aus einem Bild mit zu wenigen Pixeln kein scharfes Foto.

Die Grafik zeigt dieselbe Fläche mit 72, 150 und 300 ppi: Je höher der Wert, desto feiner das Raster und desto mehr Details passen auf dieselbe Fläche.
Wie viel DPI brauche ich zum Drucken?
Das hängt vom Zweck ab. Die Tabelle fasst die Empfehlungen von Canon und HP zusammen. Beide Hersteller nennen sie für das Scannen; die Werte gelten für Vorlagen in Originalgröße und taugen als Richtwert für die Bildauflösung in Druckgröße. Wo die Hersteller unterschiedliche Werte nennen, stehen beide in der Tabelle.
| Einsatzzweck | Empfehlung Canon | Empfehlung HP |
|---|---|---|
| Farbfotos drucken oder kopieren | 300 dpi | 150 ppi |
| Text und einfache Grafiken drucken oder kopieren | 300 dpi | 300 dpi |
| Texterkennung (OCR) bzw. Textbearbeitung | 300 dpi | 300 ppi |
| Komplexe Grafiken oder Vorlagen, die stark vergrößert werden | bei Vergrößerung höher als empfohlen | 600 ppi |
| Bilder für E-Mail oder Website | 150 dpi | 150 ppi (E-Mail) |
| Anzeige am Bildschirm | keine Angabe | 75 ppi |
Für Poster und Plakate, die man aus einigen Metern Entfernung betrachtet, nennen Canon und HP keinen eigenen Wert. Als allgemeiner Richtwert gelten hier oft 150 ppi in Druckgröße – je größer der Betrachtungsabstand, desto weniger fällt eine geringere Auflösung auf.
Wie viele Pixel braucht ein Bild für den Druck?
Die nötige Pixelzahl ergibt sich aus Druckgröße und Auflösung: Zentimeter ÷ 2,54 × dpi. Ein Foto im Format 10 × 15 cm braucht bei 300 dpi rund 1181 × 1772 Pixel. Umgekehrt reicht ein Bild mit 3000 Pixeln Breite bei 300 dpi für 25,4 cm Druckbreite. Canon nennt für 300 dpi diese Näherungswerte:
| Druckformat | Pixel bei 300 dpi | Megapixel (ca.) |
|---|---|---|
| A3 (29,7 × 42 cm) | 4961 × 3508 | 17,4 |
| A4 (21 × 29,7 cm) | 3508 × 2480 | 8,7 |
| A5 (14,8 × 21 cm) | 2480 × 1748 | 4,3 |
Ein Bild, das für A4 mit 300 dpi reicht, ergibt auf A2 – doppelte Breite und Höhe – noch 150 dpi. Wie Sie Formate bis DIN A3 selbst drucken, erklärt der Beitrag Der A3-Drucker erklärt.
Welche Druckqualität stelle ich am Drucker ein?
Im Druckertreiber wählen Sie die Auflösung meist indirekt über die Druckqualität. HP erklärt es im Handbuch des HP Smart Tank 510 so: Die Druckqualität ergibt sich aus der Druckauflösung in dpi. Ein höherer dpi-Wert erhöht Schärfe und Detailgenauigkeit, verringert aber die Druckgeschwindigkeit und erhöht möglicherweise den Tintenverbrauch. Welche Werte hinter den Stufen stecken, zeigt das Beispiel HP Officejet Pro 6830:
| Qualitätsstufe | Auflösung laut HP (Officejet Pro 6830) | Geeignet für |
|---|---|---|
| Entwurf | 300 × 300 dpi | Ausdrucke mit geringen Ansprüchen an die Qualität |
| Normal | 600 × 600 dpi | die meisten Druckaufträge |
| Maximale Auflösung | 1200 × 1200 dpi, auf Fotopapier in Farbe bis 4800 × 1200 dpi optimiert | Fotos auf Fotopapier; dauert länger und braucht viel Arbeitsspeicher |
Zwei unterschiedliche Zahlen wie 4800 × 1200 dpi bedeuten, dass der Drucker in den beiden Richtungen unterschiedlich fein arbeitet. Solche Höchstwerte gelten nicht für jedes Papier: HP nennt die 4800 × 1200 dpi beim Officejet Pro 6830 ausdrücklich für Fotopapier in Farbe. Da höhere Qualitätsstufen laut HP mehr Tinte verbrauchen können, lohnt bei vielen Fotodrucken ein Blick auf den Vorrat: Passende Druckerpatronen finden Sie über Ihr Druckermodell. Bei Laserdruckern wie dem HP Color LaserJet Pro MFP M479 finden Sie die Druckqualität im Treiber auf der Registerkarte „Papier/Qualität“.
Warum ist mein Ausdruck trotz hoher DPI unscharf?
- Zu wenige Pixel: Das Bild wurde für die Druckgröße zu stark vergrößert. Rechnen Sie nach und drucken Sie kleiner oder verwenden Sie eine Datei mit mehr Pixeln. Soll eine gescannte Vorlage vergrößert gedruckt werden, scannen Sie laut Canon mit höherer Auflösung als empfohlen.
- Entwurfsqualität eingestellt: Die Stufe „Entwurf“ nutzt laut HP die niedrigste dpi-Einstellung. Wählen Sie für Bilder mindestens „Normal“.
- Falsche Papiersorte: Die Einstellung im Treiber muss zum eingelegten Papier passen. Für Fotos nehmen Sie Fotopapier und wählen die passende Papiersorte.
Mehr zum Thema lesen Sie in den Beiträgen Fotos hochauflösend drucken und Druckerpapiere erklärt.
Häufige Fragen
Was sind 300 dpi?
300 dpi bedeuten 300 Punkte pro Zoll, also rund 118 Punkte pro Zentimeter. Der Wert gilt als Richtwert für Fotos und Drucksachen, die man aus der Nähe betrachtet. Canon empfiehlt 300 dpi zum Beispiel für das Drucken und Kopieren von Fotos und Textdokumenten.
Ist mehr DPI immer besser?
Nein. Canon rät, die mindestens erforderliche Auflösung für den jeweiligen Zweck zu wählen, denn eine doppelte Auflösung vervierfacht die Datenmenge eines Scans. Beim Drucken verringert ein höherer dpi-Wert laut HP die Druckgeschwindigkeit und erhöht möglicherweise den Tintenverbrauch.
Kann ich die DPI eines Bildes erhöhen?
Den Wert können Sie in einem Bildprogramm ändern, das Bild wird dadurch aber nicht detailreicher. Entweder ändert sich nur die Druckgröße, oder das Programm rechnet Pixel hinzu, die keine neuen Details enthalten. Besser ist es, mit höherer Auflösung zu scannen oder zu fotografieren oder das Bild kleiner zu drucken.
Welche DPI hat mein Drucker?
Die maximale Druckauflösung steht im Datenblatt oder Handbuch, beim HP Officejet Pro 6830 zum Beispiel 4800 × 1200 dpi optimiert auf Fotopapier. Im Alltag nutzt das Gerät je nach Qualitätsstufe weniger; für die Stufe „Normal“ nennt HP zum Beispiel 600 × 600 dpi.
Was bedeutet DPI bei der Maus?
Bei Computermäusen beschreibt DPI die Empfindlichkeit. Logitech erklärt, dass die Mauszeigergeschwindigkeit manchmal als DPI oder CPI (counts per inch) bezeichnet wird: Sie bestimmt, wie weit sich der Zeiger bei derselben Handbewegung bewegt. Mit der Druckauflösung hat dieser Wert nichts zu tun. Mäuse finden Sie im Shop unter Computermäuse.
Quellen
- Canon: Online-Handbuch PIXMA TS5300 series – Auflösung (Definition und empfohlene Werte)
- Canon: Handbuch zum digitalen Fotodruck – Pixelanzahl und Druckformate
- HP: Benutzerhandbuch HP Color LaserJet Pro MFP M479 (PDF) – ppi und dpi, empfohlene Scanauflösungen
- HP: Benutzerhandbuch HP Officejet Pro 6830 (PDF) – Druckauflösung je Qualitätsstufe